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Schwimmen

07.02.2012 - Juliane Reinhold greift wieder an

Juliane Reinhold bestens gelaunt.

Juliane Reinhold bestens gelaunt.
(© C. Nitsche)

Der Übergang von den Junioren zu den Erwachsenen ist nicht leicht - und er erfolgt selten reibungslos. Diese Erfahrung hat auch Schwimmerin Juliane Reinhold gemacht. 2010 feierte die Leipzigerin ihre bislang größten Erfolge, sie sammelte Medaillen bei den ersten Olympischen Jugendspielen in Singapur sowie der Junioren-EM. Überraschend errang sie mit 16 Jahren den deutschen Meistertitel bei den Frauen. Im "Seuchenjahr" 2011 wurde sie zweimal von einer Angina aus der Bahn geworfen. Zudem forderte die Ausbildung bei der Landespolizei ab Herbst vier Monate lang ihre ganze Kraft.

Doch es geht aufwärts im Wasser. Das Grundlagentraining zu Jahresbeginn in Südafrika beginnt sich auszuzahlen, in der ersten Bundesliga heimste sie zuletzt neben Lisa Graf die meisten Punkte für die SSG Leipzig ein und hatte enormen Anteil am fünften Platz in der Meisterrunde. Obwohl das Becken in Darmstadt, wie SSG-Teamchef Stefan Herbst bestätigt, nicht das schnellste ist, verbesserte sich die 17-Jährige gegenüber der Vorrunde auf allen Strecken deutlich.

Die besten Medaillenchancen bei den deutschen Meisterschaften im Mai hat sie nach wie vor auf den Lagenstrecken, doch hier ist die Olympianorm nahezu utopisch hart. "Deshalb konzentriere ich mich wegen der Staffel auf die 200 m Freistil. Aber das machen sehr viele, deshalb wird es ein ganz enges Rennen." Unterstützt wird sie dabei von vielen - auch von der LVZ im Rahmen des 12-4-12-Projektes.

Um die Mini-Chance beim Schopfe zu packen, geht es in wenigen Tagen wieder ins Trainingslager nach Teneriffa. Danach liebäugelt sie mit einem Spezialtraining in der Berliner Höhenkammer - gemeinsam mit dem zehn Jahre älteren Magdeburger Medizinstudenten Helge Meeuw, mit dem sich "Jule" in Südafrika bestens verstand. "Er hat jede Menge Erfahrung. Wir haben uns sehr viel übers Training und Gott und die Welt unterhalten."

Ob und wie lange sie dem Leipziger Schwimmsport erhalten bleibt, steht in den Sternen, da ihrem Trainer Oliver Trieb immer wieder Steine in den Weg gelegt werden und er nach etlichem Hickhack im Sommer als hauptamtlicher Coach aufhört. In Südafrika war sie mit dem Magdeburger Erfolgstrainer Bernd Henneberg, der jedoch selbst nach Olympia in Rente geht. "Die Atmosphäre in der Magdeburger Gruppe fand ich ganz toll. Ich wäre froh, wenn es bei uns in der Schwimmhalle auch so wäre", sagt die gebürtige Jenaerin in ihrer gewohnt offenen Art, mit der sie in der MDR-Serie "Jule am Start" im Juli ein großes Publikum in ihren Bann zog.

Frank Schober

LVZ, 07. Februar 2012

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