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Triathlon

26.04.2012 - Spektakulärer Zielsprung - Martin Schulz wird in Israel Europameister in der jungen Sportart Paratriathlon

Nach 750 Metern Schwimmen im Roten Meer, 20 Rad-Kilometern und 5 km Laufen bei 30 Grad Hitze legt Europameister Martin Schulz noch einen spektakulären Zielsprung hin.

Nach 750 Metern Schwimmen im Roten Meer, 20 Rad-Kilometern und 5 km Laufen bei 30 Grad Hitze legt Europameister Martin Schulz noch einen spektakulären Zielsprung hin.
(© Foto: triathlon.org)

Der Leipziger Spitzensport verbucht den ersten internationalen Titel des Olympiajahres. Martin Schulz vom Behindertensportverein hat ihn errungen. Der 22-Jährige wurde im israelischen Eilat Europameister im Paratriathlon. Dabei setzte er sich nicht nur unter den elf Startern seiner Klasse durch, sondern war über 750 m Schwimmen, 20 km Radfahren und 10 km Laufen der Schnellste des 39-köpfigen Feldes aller Männer mit Handicap.

Das Besondere an den Titelkämpfen ist, dass der paralympische Verband mit den internationalen Triathlon-Föderationen zusammenarbeitet. Dadurch sind die körper- und sehbehinderten Athleten in die Meisterschaften der Elite- und Altersklassen-Triathleten integriert. "Das hat richtig Spaß gemacht. Wir waren im gleichen Hotel untergebracht, hatten eine gemeinsame Abschluss-Party. Und Zuschauer hatten wir auch an der Strecke", berichtet der ehemalige Sportgymnasiast, der zurzeit bei den Stadtwerken eine vom Olympiastützpunkt unterstützte Ausbildung zum Bürokaufmann absolviert.

Dass der bisherige Schwimmer im Triathlon eine große Perspektive haben könnte, deutete er schon im Vorjahr mit seinem deutschen Meistertitel an, den er in und an der Hamburger Alster im Rahmen der WM-Serie errang. Der Triathlon hat für Martin Schulz nur einen Haken: Die im Behindertensport sehr junge Sportart gehört in London noch nicht zum paralympischen Programm, sondern wird erstmals in vier Jahren in Rio ausgetragen. Also kämpft der Unterarm amputierte Athlet nach seinem EM-Abstecher weiter um die London-Normen im Becken: "Das wird schwer. Aber ich kämpfe weiter. Bis zu den deutschen Meisterschaften Ende Juni muss ich mich über 200 m Lagen und 100 m Schmetterling noch um ein, zwei Sekunden steigern, um die Norm zu erfüllen."

Während er im 30 Grad heißen Eilat am Roten Meer die 20 Radkilometer bei starkem Wind fast ohne spezifisches Training absolvierte, hatte er zuvor auf Zypern neben dem Schwimmen auch zahlreiche Läufe absolviert. Begleitet wurde er dabei von Trainer Eric Werner. Der 33-jährige Zweitliga-Wasserballer nutzte dies, um selbst fit aus dem Trainingslager heimzukehren. "Eric war fleißig", lautet das Lob des Schützlings, der auf der Triathlon-Sprint-Distanz in Israel aufgrund einiger holpriger Wechsel nur um 20 Sekunden über der Ein-Stunden-Grenze blieb. Doch er hatte drei Minuten Vorsprung und zeigte einen spektakulären Sprung ins Zielband.

 Frank Schober

Leipziger Volkszeitung, 26.04.2012

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