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Rudern

22.11.2012 -  Nach viel Ehre wieder harter Alltag

Allen Grund zum Feiern: Erfolgstrainerin Angelika Noack, ihr Schützling Annekatrin Thiele und Tim Grohmann aus dem olympischen Gold-Vierer.

Allen Grund zum Feiern: Erfolgstrainerin Angelika Noack, ihr Schützling Annekatrin Thiele und Tim Grohmann aus dem olympischen Gold-Vierer.
(© Foto: Kerstin Förster)

Landesruderverband Sachsen feiert fantastische Ergebnisse im Olympiajahr / Traineramt im Fokus

Feiern kann jeder, jeder jedoch nicht nahtlos wieder ins Tagesgeschäft einsteigen. "Selbstverständlich trainieren wir, zwei Einheiten auf dem Wasser, eine im Kraftraum", gab gestern Bundesstützpunkt-Coach Angelika Noack im DHfK-Ruderzentrum Burghausen den Feiertagskurs vor. Am Abend zuvor hatte der Landesruderverband (LRV) Sachsen ins Dresdner Bootshaus Cotta geladen und fand auf seine gesellige Auszeichnungsrunde im Olympiajahr mit über 100 Gästen eine super Resonanz.

"Saalrunde", forderte das Auditorium vom Besitzer des Handys, das unüberhörbar in die Rede von LRV-Präsidenten Tobias Roßberg klingelte. Der Chef indes ließ sich von dem kleinen Störmanöver nicht aus dem Konzept bringen und führte detailliert das erfolgreichste Jahr für den Verband seit der Wende auf. "Das waren fantastische Ergebnisse", betonte Roßberg, der den Lorbeer an einer gut funktionierenden Arbeit von der Basis bis zur Spitze festmachte. London war gestern, neue Herausforderungen mit Blick auf Rio 2016 warten. "Wir haben in Auswertung der Olympischen Spiele schon einige Dinge auf den Weg gebracht", versicherte Roßberg, der damit vor allem die bessere Bezahlung der Trainer meinte.

Die international starken Rudertalente standen ebenso im Rampenlicht wie die Helden von London. Aus der hoffnungsvollen U23-Flotte waren es Anne Dietrich vom Eilenburger RV und Florian Eidam von der RG Wiking im SC DHfK. Die Vizeweltmeisterin im Achter hat heute bereits den nächsten Ehrungstermin im Sportgymnasium vor sich. Anne Dietrich wird als "Eliteschülerin des Sports 2012" durch den DOSB/die Sparkassen Finanzgruppe ausgezeichnet.

Ehe die olympischen Gold-Jungs aus dem Doppelvierer und DHfK-Silber-Frau Annekatrin Thiele die Verbands-Ehrennadel in Gold und eine Vase aus Meissner Porzellan überreicht bekamen, flimmerten noch einmal die Finalrennen auf dem Dorney Lake über die Leinwand. "Das sorgt immer wieder für Gänsehaut", meinten die Dresdner Karl Schulze und Tim Grohmann, deren Crewmitglieder Lauritz Schoof (Rendsburg) und der Wurzner Philipp Wende (Studium-Praktikum in Hamburg) am Dienstag aus zeitlichen Gründen passen mussten. Unterdessen hat der 23-jährige Grohmann seinen Lebensmittelpunkt von der Elbe an den Elster-Saale-Kanal in Burghausen, die Uni (Studium Sportwissenschaften) und die eigenen vier Wände in Böhlitz-Ehrenberg verlegt. Die WM im nächsten Jahr sei das nächste große Ziel, der erste nacholympische Test steht mit der Langstreckenregatta am ersten Dezemberwochenende in Dortmund an.

Dort wird nach Lage der Dinge der Posten des Cheftrainers im DRV noch unbesetzt sein. Wie berichtet, hat Hartmut Buschbacher (54) aus privaten Gründen dem DRV trotz erfolgreicher Arbeit den Rücken gekehrt. "Es heißt, bei der Suche nach einem neuen Cheftrainer will man sich Zeit lassen. Diese Personalie ist auch zu wichtig, denn es braucht jemanden, der die unterschiedlichen Interessen der Bootsgattungen und Trainingsgruppen unter einen Hut bringt", betonte Angelika Noack (60), deren Schützling Annekatrin Thiele bereits zwei olympische Silbermedaillen (Doppelzweier/Doppelvierer) erkämpfte und die dank der Top-Bedingungen am Stützpunkt erreicht wurden.

Kerstin Förster

Leipziger Volkszeitung, 22.11.2012

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