Malmö-Splitter: Sport, Austausch, Freunde
Eine Woche Malmö, die verbindet: Schwedischer Schulalltag, Sport, spannende Projekte und neue Freundschaften. Erasmus+ machte aus Begegnungen echte Gemeinschaft. Unser Schüleraustausch im Rückblick.
Eine intensive und erlebnisreiche Erasmus+ Austauschwoche in Malmö, Schweden liegt hinter Constanin, Till, Franz, Paula, Mira, Lili, Luise, Jonna, Luisa, Linnea, Hannah, Paula, Merle, Mathilda und Raya sowie unserem Lehrergespann Frau Ludwig, Herr Jahnke und Herr Matschke.
Gemeinsam haben wir schwedischen Schulalltag erlebt, viel Sport geschaut und gemacht, Malmö und Kopenhagen erkundet, an Projekten gearbeitet und vor allem viele neue Menschen kennengelernt. Aus anfänglicher Neugier und Unsicherheit wurde schnell eine richtig gute Gemeinschaft – mit viel Offenheit, Spaß und zahlreichen gemeinsamen Erlebnissen
Los ging es bereits mit einer kleinen Reise: mit dem Zug von Leipzig über Hamburg und Kopenhagen nach Malmö. Spätestens beim Begrüßungs-BBQ war klar, dass die anfängliche Zurückhaltung nicht lange halten würde. Deutsche und schwedische Schülerinnen und Schüler fanden schnell zueinander – Englisch wurde ganz natürlich zur Brückensprache und funktionierte erstaunlich selbstverständlich.
In den folgenden Tagen bekamen wir einen intensiven Einblick in den Alltag unserer schwedischen Partnerschule. Unterricht, Training und Schulleben standen ebenso auf dem Programm wie der Besuch eines Handballspiels der Gastschüler, der Besuch eines Eishockeyspiels der Malmö Redhawks und zum Abschluss der Besuch im Fußballstadion zum Derby des Malmö FF gegen den AIK Stockholm. Im Stadion befinden sich auch die Räumlichkeiten des Malmö Idrottsgymnasiums.
Besonders spannend für uns als Sportgymnasium war der Blick darauf, wie eine andere Sportschule versucht, Unterricht und Leistungssport unter einen Hut zu bekommen. Denn genau das verbindet unsere Jugendlichen trotz unterschiedlicher Sprachen und Schulsysteme.
Und natürlich bestand Malmö nicht nur aus Schule. Bei einer Kanutour durch die Kanäle der Stadt bewies die Gruppe, dass Orientierung nicht zwingend zu den Voraussetzungen für erfolgreiches Paddeln gehört – am Ende kamen jedenfalls alle wieder trocken und vollständig zurück und wir staunten nicht schlecht, als Franz und Till das Boot auf zwei E-Scootern zurückbrachten.
Ein Tagesausflug nach Kopenhagen, Zeit zur selbstständigen Erkundung Malmös und gemeinsame Abende sorgten dafür, dass aus einer Reisegruppe schnell eine richtig gute Gemeinschaft wurde. Gerade die Freizeitaktivitäten und das gemeinsame Erkunden wurden in der abschließenden Feedbackrunde besonders positiv bewertet.
Was können wir voneinander lernen?
Ganz ohne Arbeit ging es natürlich nicht. In fünf deutsch-schwedischen Teams beschäftigten sich die Jugendlichen während der Woche mit Fragen, die direkt mit ihrem Austausch verbunden waren: Was bedeutet Europa für uns? Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten gibt es zwischen Deutschland und Schweden? Wie überlebt man Malmö ohne Google Translate? Was können unsere Schulen voneinander lernen? Und wie nachhaltig ist Malmö eigentlich?
Dabei entstanden ein gemeinsames Video über Europa und Demokratie, eine digitale Ausstellung über kulturelle Gemeinsamkeiten und Missverständnisse, ein deutsch-schwedischer »Survival Guide«, Ideen für die School of the Future sowie konkrete Nachhaltigkeitsideen aus Malmö. Besonders schön war, dass die Projekte nicht im Klassenraum stecken blieben: Die Jugendlichen nutzten ihre Erlebnisse der gesamten Woche und präsentierten sich gegenseitig ihre Ergebnisse am letzten Schultag im Hörsaal der Schule.
Mindestens genauso wichtig war aber alles, was sich nicht in einer Präsentation festhalten lässt. Die Gruppe funktionierte hervorragend, die Jugendlichen übernahmen Verantwortung, bewegten sich zunehmend selbstständig durch Malmö und gingen offen auf ihre schwedischen Partner zu. Auch Kommunikation, Fremdsprachen und Selbstständigkeit wurden in der Feedbackrunde besonders häufig als persönliche Entwicklung genannt.
Eine besondere Chance für unsere Sportschule
Für uns als Sportgymnasium sind solche internationalen Begegnungen keine Selbstverständlichkeit. Training, Wettkämpfe und schulische Verpflichtungen lassen nur begrenzte Zeitfenster für längere Austauschprogramme. Umso wertvoller ist die Möglichkeit, mit Unterstützung von Erasmus+ solche Mobilitäten überhaupt realisieren zu können und Sport und Schule auf diese Art und Weise zu verbinden.
Und Malmö war keine einmalige Sache: Im April 2027 kommen unsere schwedischen Partner erneut zu uns nach Leipzig. Dann wechseln die Rollen und wir dürfen wieder zeigen, wie Schule, Sport und Leben bei uns funktionieren.
Für alle, die beim nächsten Mal selbst dabei sein möchten, wird es deshalb interessant: Ab Ende November starten die Vorbereitungen und die Bewerbungsphase für interessierte Schülerinnen und Schüler. Weitere Informationen dazu folgen rechtzeitig.
Bis dahin bleibt von Malmö vor allem eines hängen: Man kann in einer Woche erstaunlich viel lernen, erleben – und ziemlich schnell aus Fremden Freunde machen.