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Ringen

28.01.2012 - Ringer auf dem Vormarsch: Akteure des KFC und des Landesstützpunktes haben Chancen auf Starts bei großen internationalen Meisterschaften

Hofft noch auf seinen Olympia-Start: Leipziger Ringer-Klassikspezialist und Aushängeschild Dustin Scherf (r.).

Hofft noch auf seinen Olympia-Start: Leipziger Ringer-Klassikspezialist und Aushängeschild Dustin Scherf (r.).
(© Foto: Christian Nitsche)

Leipzig. "Wenn Du nicht mehr weiter weißt, gründe einen Arbeitskreis." Nach diesem Motto handelten die Verantwortlichen des Deutsche Ringer-Bundes (DRB) bei ihrer Tagung der Bundesliga. Alle Vorschläge von Vereinen und hochrangigen Funktionären sollen in so genannten Arbeitsgruppen geprüft werden und dann bei einem weiteren Zusammentreffen im Februar beschlossen werden.


In der Bundesliga ist die Abschaffung des Viertelfinales geplant, um den Klubs den Druck zu nehmen, die Playoffs erreichen zu müssen. Was die WKG KFC Leipzig/AC Taucha nicht interessiert. Für sie ist nur der Klassenerhalt wichtig.
Dennoch stellte KFC-Vizepräsident Uwe Neumeister in Darmstadt den Antrag, das die Teams in jedem Erstliga-Kampf mindestens fünf bis sechs Deutsche einsetzen müssen, bisher waren es vier. "Das würde unsere Chancen auf den Klassenerhalt erhöhen. Wenn unserem Anliegen nicht entsprochen wird, treten wir trotzdem in der höchsten Klasse an. Dabei können sich unsere jungen Leute ordentlich entwickeln, wenn sie auf die ganz starken Deutschen und ebenso exzellenten Legionäre treffen", erklärt Neumeister.
Außerdem, so Neumeister weiter, sei die Truppe hochmotiviert: "Die Jungs wollen das Unternehmen Liga eins durchziehen. Auch wenn wir am Ende Letzter oder Vorletzter werden. Wir können das Jahr nutzen, um uns zu verbessern." Im Team sei nun noch mehr Zug drin: "Alle beweisen eine noch bessere Einstellung beim Training", freut sich der KFC-Vize.


Dennoch beschäftigt ihn die höchste Kampfklasse derzeit weniger als die Spitzenleute. Und dabei schaut der 52-Jährige über den Tellerrand hinaus: Er sieht nicht nur seine KFC-Ringer, sondern auch die Athleten, die Landesstützpunkt üben. "Sven Thiele, Carsten Einhorn und Wolfgang Nitschke leisten ausgezeichnete Arbeit. Die Erfolge deutschen Meisterschaften sprechen für sich."
Aushängeschilder sind derzeit die Freistiler Nicole Hauptmann, Nico Graf sowie Klassik-Spezialist Dustin Scherf, die allesamt noch auf den Start bei Olympia bzw. bei einem Quali-Turnier für London hoffen. "Diese Sportler sollen sich weiter entwickeln. Das ist im Augenblick das Wichtigste. Sie müssen sich erst mal bei den deutschen Meisterschaften durchsetzen. Und wenn es wirklich jemand aus dem Trio schafft, wäre das sensationell. Immerhin hat mit Klassiker Frank Stäbler aus Musberg erst ein Deutscher die Olympia-Fahrkarte gelöst."


In den Nachwuchs-Altersklassen ist Erik Thiele die große Hoffnung. Der Sohn des Vizeweltmeisters hat die Kadetten-EM im Visier und dürfte dabei auch Medaillenchancen besitzen. Den Sprung zu diesen Titelkämpfen können auch Thieles Klubkollege Johann Steinforth sowie Peter Hase, Benjamin Opitz (beide Thalheim) sowie Silvia Porst (Plauen) vom Leipziger Stützpunkt schaffen. Bei den Junioren kämpfen Franz Süß (Markneukirchen, Kirk Haupt (Gelenau) und Max Schwabe (Pausa) um EM-Tickets.
Für Neumeister bedeuten diese Namen Werbung für Leipzigs Stützpunkt. "Unsere Strategie besteht darin, dass die Ringer ihren Leistungssport mit einer beruflichen, aber verlängerten Ausbildung verknüpfen." Er nennt dafür als Beispiel das Projekt der Gutenbergschule mit der Industrie und Handelskammer, in dessen Rahmen Leistungssportler eine Lehre zum Büro- oder Fitnesskaufmann absolvieren.
Leipzigs letzter Olympia-Ringer war 1976 Horst Stottmeister vom damaligen SCL, Sven Thiele aus Braunsbedra indes startete fünfmal.

Norbert Töpfer

Leipziger Volkszeitung, 28. Januar 2012

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