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Wasserspringen

21.02.2012 - Ein Fehler macht alles zunichte

Stephan Feck (oben) und Patrick Hausding zeigen gestern in London elf solide bis sehr gute Sprünge. Doch ein schwerer Fehler in der Final-Kür lässt die Olympia-Träume platzen.

Stephan Feck (oben) und Patrick Hausding zeigen gestern in London elf solide bis sehr gute Sprünge. Doch ein schwerer Fehler in der Final-Kür lässt die Olympia-Träume platzen.
(© Foto: dpa)

Stephan Feck/Patrick Hausding verpassen in London Olympia-Quotenplatz um zwölf Punkte

London/Leipzig. Das ist mehr als hart: Sie waren zwei Mal in Folge WM-Fünfte sowie Vize-Europameister. Doch bei den Olympischen Spielen Ende Juli in London dürfen der Leipziger Wasserspringer Stephan Feck und Patrick Hausding aus Berlin im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett nicht antreten. Beide verpassten gestern im Aquatic Centre der Olympiastadt als Weltcup-Achte den Quotenplatz für Deutschland.

Bereits im Sommer bei der WM in Schanghai hatte das Erfolgs-Duo mit dem fünften Platz die erste Chance verfehlt, einen der drei Quotenplätze zu holen. Gestern Abend hätte der sechste Platz gereicht, um einen der vier letzten Plätze zu holen. "Das war absolut machbar. Im Vorkampf haben beide mit Platz drei gezeigt, dass sie vorn mitspringen können", sagte Walter Alt, Chef der Fachsparte Springen im DSV. "Der dreieinhalb Auerbachsalto hat ihnen das Genick gebrochen", ergänzte Bundestrainer Lutz Buschkow: "Es ist wahnsinnig hart, wenn ein Sprung die Olympia-Träume platzen lässt. Aber so ist der Sport."Stephan Feck fühlte sich seit Wochen in Top-Form. Der DHfK-Mann war bester Dinge, gewöhnte sich seit Freitag an die nagelneuen Olympia-Bretter, zeigte schöne Trainingssprünge und feierte drei Tage vor dem entscheidenden Weltcup-Auftritt in London seinen 22. Geburtstag. Noch neun Tage vor dem Weltcup-Beginn gewann er mit Hausding den Grand Prix in Rostock. Hatte sich der Leipziger bei seinen ersten internationalen Schritten 2009 und 2010 noch im Schatten des mehrfachen Europameisters befunden, so entwickelte er sich zuletzt sogar zum Zugpferd des Duos. Dies war nun umso wichtiger, nachdem Hausding am letzten Tag in Rostock mit den Füßen an den Zehn-Meter-Turm geknallt war und sich nach schmerzhafter Landung blaue Flecken geholt hatte.

Hausding fand auch dank "Feckis" Hilfe sein Selbstvertrauen wieder. Der gestrige Fehler unterlief dann dem Leipziger, der beim Auerbachsalto einen wunderbaren Ansatz zeigte, doch den Sprung zu spät streckte und mit den Beinen auf der Wasseroberfläche aufschlug, statt sauber einzutauchen. Noten von 3,5 lautete die harte Strafe des Kampfgerichts, auch eine hohe Synchron-Wertung für diesen Sprung war dahin.

"20 Punkte haben die Jungs hier eingebüßt", sagte Buschkow. Zwölf Zähler fehlten am Ende auf den achten und letzten Olympia-Quotenplatz. Das sonst zuverlässige DSV-Duo lag im Finale nach den beiden Pflichtsprüngen auf Rang drei. Da auch die ersten beiden Kürsprünge nicht ganz optimal klappten, rangierten sie schon vor dem vorletzten Sprung (Auerbach) auf Platz sieben und befanden sich ein wenig in Zugzwang. Mit der abschließenden Schraube verbesserten sie sich nur noch von Platz neun auf acht.

Nachdem sich bei der WM ­China, Russland und Mexiko die drei Quotenplätze gesichert hatten, qualifizierten sich gestern Malaysia, die Ukraine, Kanada und die USA. Dahinter ist das DSV-Duo zwar in der Endab­rechnung Achter. Doch genau dieser achte und letzte Startplatz geht an Gastgeber Großbritannien.

Der Olympia-Zug ist für Feck, der im LVZ-Projekt 12-4-12 gefördert wird, damit nicht ab­gefahren. Er hat aber nur genau 18 Stunden Zeit, um sich von dem Schock zu erholen. Denn heute geht es bereits im Drei-Meter-Vorkampf um den Einzel-Quotenplatz. Dafür muss unter 59 Startern das Halbfinale der besten 18 erreicht werden. Dies schaffte gestern Fecks Trainingskollegin Christin Steuer (SC Riesa), die im Turm-Vorkampf Dritte wurde.

Frank Schober

Leipziger Volkszeitung, 21. Februar 2012

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