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Rhythm. Sportgymnastik

27.03.2012 - TuG-Gymnastinnen dominieren Sächsische Meisterschaften

Reife(n) Leistung: TuG-Gymnastin Annika Meyert erkämpft den Sachsenmeistertitel in der Schülerklasse.

Reife(n) Leistung: TuG-Gymnastin Annika Meyert erkämpft den Sachsenmeistertitel in der Schülerklasse.
(© Christian Nitsche)

TuG-Gymnastinnen dominieren Sächsische Meisterschaften / Internationale Aufgaben

Zuschauen ist oft aufregender als selbst im Rampenlicht zu stehen. Antonia Meyert (15), LAZ-Stabhochspringerin, fieberte am Sonntag mit ihrer Schwester Annika (12), die als TuG-Gymnastin um sächsische Titelehren kämpfte. Auch wenn noch nicht jeder Handgriff stimmte, befand die Fangemeinde in der Turnhalle Leplaystraße lautstark: "Das war Spitze."

Der gastgebende Club dominierte die Meisterschaften, siegte in allen fünf Leistungsklassen. Arina Delyagina, Melinda Friedrich, Annika Meyert, Maja Kuzmin und Satenik Petrosyan ließen ihre Teamkolleginnen und Konkurrentinnen zumeist mit deutlichem Abstand hinter sich. Beeindruckend: In der Schülerklasse belegten die TuG-Starterinnen die Plätze eins bis neun. Dazu kam ein Titel für die Schüler-Gruppe.

Der Ball im Abseits, der Reifen außer Kontrolle, das Seil verknotet, die Keulen kurzerhand verfehlt - Fehler blieben nicht aus. Doch die Quote war um einiges niedriger als bei vorangegangenen Wettkämpfen. "Die Mädchen haben ein positives Erscheinungsbild hinterlassen. In der Gestaltung und Stabilität der Übungen sind wir vorangekommen", resümierte TuG-Trainerin Birgit Guhr (57). Dass ihre Schützlinge den anderen Starterinnen zumeist um Längen voraus sind, liegt einmal mehr in der Spezifik der Sportart. "Wir sind der einzige Leistungsstützpunkt in Sachsen. Für den Laien sind die Unterschiede vielleicht nicht so deutlich erkennbar, aber was Inhalt und Ausführung der Übungen angeht, sind sie manchmal schon extrem", weiß Expertin Guhr. Um die immens hohen Anforderungen zu erfüllen, braucht's schon in ganz jungen Jahren einen hohen Trainingsaufwand. "Mit zweimal zwei Stunden Üben in der Woche ist nicht viel zu machen."

Bemühungen der Vereine, Talente zu entwickeln, sind spürbar. Beispielsweise im TSV 76. Die Leipziger Mädchen waren in den Kinderklassen zahlenmäßig stark vertreten. Die beste Platzierung gelang Josephine Gleitsmann als Fünfte sowie der drittplatzierten Schüler-Gruppe. Im Grünauer Verein lagen auch die Wurzeln von Melinda und Victoria Friedrich. Die Schwestern wechselten zum TuG. Während die jüngere Melinda bereits am Sonnabend in der Kinderklasse (bis 10 Jahre) die Goldmedaille gewann, diese tags darauf in der Halle zur Schau trug, half das Daumendrücken für Victoria zu Platz fünf im stark besetzten Schülerwettbewerb.

Lachen und Weinen, Spaß und Wut, Gänsehaut und Glücksmoment - eine Meisterschaft bringt alle Gefühlslagen ans Licht. Die Gymnastik-Mütter sind mittendrin. So auch Steffi Meyert-Junker und Annett Friedrich. "Die Aufregung ist immer sehr groß", gestand Steffi Meyert-Junker, die wie andere fleißige Familien-Helfer auch im Verein mitmischen. Derzeit sind sie in der Sponsoren-Spur für die Deutschen Meisterschaften, die der TuG vom 18. bis 20. Mai in der kleinen Arena-Halle ausrichtet. Dort wird als Lokalmatadorin Maja Kuzmin (14) bei den Junioren antreten. Für Spitzenleistungen garantieren die deutsche Olympiastarterin Jana Berezko-Marggrander sowie Laura Jung vom TSV Schmiden.

Nach der Sachsenmeisterschaft ist vor diversen nationalen und internationalen Auftritten. Der nächste steht schon vor der Tür. Am kommenden Wochenende nehmen die Leipzigerinnen am Petermännchen-Pokal in Schwerin teil. Betreut wird das Team von Jeanette Zoyke, früher selbst eine erfolgreiche Gymnastin, da Birgit Guhr als Kampfrichterin mit der Nationalgruppe zum Grand-Prix-Turnier nach Frankreich fliegt. Die jungen Damen haben sich neben Solistin Jana Berezko-Marggrander für London qualifiziert - ein ganz starkes Stück Arbeit. Als Ersatzstarterin hält sich TuG-Hoffnung Vivien Niklas bereit.

Kerstin Förster

Leipziger Volkszeitung, 27.03.2012

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