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Leichtathletik

11.07.2013 -  800-m-Talent Emma Stähr startet heute bei der U18-WM in Donezk

MoGoNo-Talent Emma Stähr mit ihren Spikes im Stadion von Schweinfurt.

MoGoNo-Talent Emma Stähr mit ihren Spikes im Stadion von Schweinfurt.
(© Foto: MoGoNo)

Mitunter beklagen sich einige Schüler des Sportgymnasiums, ihre Lehrer würden zu wenig Rücksicht auf lange Wettkampffahrten am Tag zuvor nehmen. Emma Stähr kann dies absolut nicht bestätigen - im Gegenteil. Dank der LVZ-Berichterstattung wussten die meisten ihrer Lehrer bestens Bescheid, dass die Läuferin der SG MoGoNo in diesem Frühsommer fast Woche für Woche um die Norm für die U18-WM in Donezk kämpfte. Bekanntlich gab es ein Happy End. Heute werden im Stadion des Friedens ebenso wie im Sportgymnasium viele Daumen gedrückt: Denn die aufgeweckte und stets freundliche 17-Jährige bestreitet am Vormittag in der Ukraine bei wahrscheinlich drückender Hitze den bisher größten Wettkampf ihrer jungen Laufbahn. Über 800 Meter versucht die 1,68 m große Leipzigerin die erste Runde zu überstehen und ins Halbfinale einzuziehen. Doch unter Erfolgsdruck steht Emma nicht. Laut Trainer Tasso Hanke soll sie vor allem viele Erfahrungen sammeln.

Seit 14 Jahren gibt es im Zwei-Jahres-Rhythmus Jugend-Welttitelkämpfe - erstmals löste nun ein Leipziger Leichtathlet das Ticket. Allerdings ist die DLV-Mannschaft mit 50 Sportlern diesmal auch quantitativ so stark wie noch nie. Für Emmas Verein ist es der erste internationale Meisterschafts-Auftritt seit 1992. Damals startete Carsten Eich bei den Olympischen Spielen in Barcelona über 10000 Meter unter "MoGoNo-Flagge", nach dem er sich aufgrund von Querelen vom SC DHfK getrennt hatte.

Um die Norm für Donezk zu erfüllen, musste sich Emma Stähr in diesem Jahr von 2:11,34 auf 2:08 min steigern. Mit einer taktisch und kämpferischen Meisterleistung lief sie schließlich Mitte Juni in Osterode 2:07,96. Dabei war sie bis vor kurzem noch keine Spezialistin für die beiden Stadionrunden, feierte ihre Erfolge eher als Mehrkämpferin. Doch trotz starker Leistungen im Hürdensprint und Weitsprung zeigte sie im Lauf die beste Veranlagung.

"Als kurz im Dezember die WM-Normen herauskamen, schien mir die Pflichtzeit über 800 Meter am ehesten machbar", sagt Tasso Hanke. Bei der Weihnachtsfeier hätten beide dann das erste Mal laut darüber nachgedacht, den Flieger nach Donezk in Angriff zu nehmen. Als sie zu Saisonbeginn über 600 m 1:32 min lief, wusste Hanke: "Wir sind auf dem richtigen Weg." Dabei ließ sie sich auch nicht von ein paar Problemen im Winter beirren, als sie nach einem Infekt das Hallen-DM-Finale als Neunte knapp verpasste.

Emma Stähr mag die 800 Meter: "Sie sind nicht so verdammt lang wie die 1500. Trotzdem ist eine gute Taktik gefragt, man muss nicht vom ersten bis letzten Meter knüppeln wie über 400." Mit 17 Jahren hat sie dennoch viele Optionen - so liebäugelt Hanke auch mit den 400 m Hürden, wo der DLV ebenfalls Nachholbedarf hat. Dass der Weg zur Spitze steinig und lang ist, schreckt Emma nicht. Schließlich habe sie gerade erst mit richtigem Lauftraining begonnen. Und wenn sie sich jedes Jahr ein Stück verbessert, könnte sie mit etwa 23 auch bei den Frauen mitmischen. Die Erfahrungen von Donezk werden ihr in jedem Fall helfen.

Frank Schober

Leipziger Volkszeitung, 11.7.2013

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