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Fechten

15.05.2015 -  Lokalmatadore im Doppel-Einsatz

Gymnastik trifft Fechten: Michelle Kolensky, Victoria Friedrich, Annika Meyert, Anna-Lisa Haaße und Jenny Titov (v.l.) sowie Jörg Fiedler posieren für das DM-Doppel.

Gymnastik trifft Fechten: Michelle Kolensky, Victoria Friedrich, Annika Meyert, Anna-Lisa Haaße und Jenny Titov (v.l.) sowie Jörg Fiedler posieren für das DM-Doppel.
(© Foto: Christian Modla )

Gymnastinnen (Arena) und Degen-Fechter (Grube-Halle) küren deutsche Meister in Leipzig

Leipzig. Als Tänzer vor dem Herrn ist Jörg Fiedler (37) nicht unbedingt bekannt. Dennoch wagte sich Leipzigs Weltklasse-Fechter beim Mitteldeutschen Olympiaball aufs Parkett und hatte seine "Let's Dance"-Lektion damit umwerfend erfüllt. "Ich bin nicht hingefallen", umschreibt der Degenspezialist vom FCL seinen Auftritt an der Seite von TuG-Gymnastin Annika Meyert (Fiedler: "Sie hat von mir hübsch abgelenkt").

Normalerweise hätten Musketier und Gymnastik-Girl am Wochenende ein "echtes" Tänzchen aufgeführt - wenn auch räumlich voneinander entfernt - und einen Kampf auf hochkarätiger nationaler Ebene ausgetragen. Aber die 15-jährige Leipzigerin zog sich eine Verletzung am linken Fuß zu (Knorpel gerissen) und ist beim DM-Championat vor heimischer Kulisse zum Zuschauen verdammt.

Nichtsdestotrotz kam die Tochter von Vereins-Präsidentin Steffi Meyert-Junker zum gemeinsamen Fototermin der jungen Sportgymnastinnen mit Klingenkünstler Fiedler in die Arena (kleine Spielhalle).
Dort beginnen heute die Wettbewerbe der Jugendkonkurrenz. Für den hiesigen Club, der die Titelkämpfe kurzfristig übernommen hatte, starten die 13-jährigen Michelle Kolensky und Anna-Lisa Haaße sowie ab morgen Jenny Titov und Victoria Friedrich in der AK 15. Die Meisterinnen-Konkurrenz führen die deutschen Aushängeschilder Jana Berezko-Marggrander (TSV Schmiden) und Laura Jung (St. Wendel) an. "Unsere Mädchen kämpfen um Finalteilnahmen", sagte Leipzigs Trainerin Margaryta Stolbin zur schwierigen Mission.

Die FCL-Fechter haben für die Gymnastinnen ihr Trainingsfeld verlassen, fein säuberlich wurden in der Arena die Gymnastik-Teppiche verlegt (Erwärmungsbereich/Wettkampf-Halle). Die Fechtbahnen wiederum liegen in bewährter Weise in der Grube-Halle. Morgen werden ab 8 Uhr die Vorrunden ausgefochten. Jörg Fiedler steigt als "Spätstarter" aufgrund seiner Vorleistungen ins Hauptfeld ein. Der routinierte große Junge (1,93 m) will sich als Lokalmatador bestmöglich präsentieren. Doch sein Fokus liegt auf Rio. Die Spiele nächstes Jahr in Brasilien wären "Fiedels" vierter Auftritt auf der olympischen Planche. Einen wichtigen Schritt in der Qualifikation hat das deutsche Degen-Team von Bundestrainer Didier Ollagnon unlängst beim Weltcup in Paris gemacht. Der Kampf um die Rio-Tickets ist ein "ziemlich brutaler", wie es Fußball-Fan Fiedler ausdrückt - 36 Mannschaften bewerben sich, acht fliegen an den Zuckerhut. Im Einzel wird es nicht einfacher.

Zum Leipziger Top-Team Rio gehört auch Monika Sozanska (32). Die Degen-Dame, Sportsoldatin und gelegentlich als Model auf dem Laufsteg, liebäugelt am DM-Wochenende mit einer Medaille, Goldschmuck bevorzugt. Sie wird als Solistin und mit dem FCL-Team (Sonntag) kämpfen. Wenn die Mannschaftswettbewerbe steigen, ist Jörg Fiedler längst auf XXL-Reise. Noch am Samstagabend fliegt er zum Weltcup nach Rio de Janeiro. Dort gilt es in olympischer Manier, nach wichtigen Ranglistenpunkten zu greifen.

"Mein Konzept ist einfach: Nicht nachdenken, was schiefgehen könnte, sondern angreifen", lautet die Devise des Nachwuchstrainers. Erste Erfolge sind im Kasten. Gerade hat FCL-Hoffnung Artur Fischer beim Internationalen Degen-Turnier um den "SC-Cup" in Prag die Silbermedaille gewonnen. 

Kerstin Förster

Leipziger Volkszeitung, 15.5.2015

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