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Turnen

02.12.2015 - Internationaler TuG-Pokal: Engagement trifft Ehrgeiz

Für die Gastgeber am Start: Fanny Schmidt konzentriert bei ihrer Übung auf dem „Zitterbalken“.

Für die Gastgeber am Start: Fanny Schmidt konzentriert bei ihrer Übung auf dem „Zitterbalken“.
(© Foto: Christian Modla)



Leipzig. Bereits zum 16. Mal war die gediegene Turnhalle an der Leplaystraße Austragungsort für den Internationalen TuG-Pokal. Auch am vergangenen Sonnabend konnten die geduldigen und fröhlichen Zuschauer über fünf Stunden lang die drei Sportarten Turnen, Rhythmische Sportgymnastik – kurz RSG – und Akrobatik bewundern.

Auf zwei verschiedenen Bodenbelägen und dem Schwebebalken wurden in dichter Reihenfolge Übungen (fast) aller Altersklassen und in vielen Qualitätsstufen geboten. Sobald eine Übung beendet war – zum Beispiel Bodenturnen – folgte eine RSG-Übung mit Ball oder Keulen und sofort darauf eine Akrobatikgruppe, die Balanceübungen vorstellte.

Dass es bei allen Übungen um Punkte, um Wertungen und schließlich um Siege ging, war dem Publikum meistens wenig gegenwärtig. Geklatscht wurde immer, auch wenn die Musik gerade ausfiel oder einfach, weil man den Mut belohnen wollte, mit dem sich ganz junge – Neunjährige – wie auch ältere – 25-Jährige – präsentierten.

Europäische Leistungsspitze war bei den Akrobaten aus Riesa (Tim Sebastian und Michael Kraft, Snechana Sinkov und Daniel Blintsov) zu sehen, und ein Leipziger Nachwuchstalent war mit Jolina Feige im Turnen zu erleben.

Dass dieser – wahrscheinlich – weltweit einmalige Dreikampf so kontinuierlich ausgetragen wird, ist dem Engagement von ehrenamtlicher Klubleitung und Trainern zu danken. Letztlich ist das bunte und internationale Starterfeld – aus dem relativ fernen Ungarn und der visapflichtigen Ukraine bis hin zum nahen Tschechien und der Schweiz – den privaten Kontakten von Trainern zu danken. Nur deren Kontakte ermöglichen seit Jahren dieses Spektakel. Und ebenso bedarf es privaten Einsatzes, um die Anreise der ukrainischen Sportler zu ermöglichen. Die Leipziger schaffen es immer wieder, jedes Jahr mit dem gleichen unermüdlichen Einsatz.

Nur die Dauer des Wettkampfes – 11 Uhr begann er, kurz nach 16 Uhr, als die Nachmittagssonne bereits unterging, endete er – ist vielleicht verbesserungswürdig. Seine Vielfalt ist dagegen erfrischend und befördert gleichzeitig den sportlichen Zusammenhalt gegenüber jenen, die im Sport immer nur eine verzichtungswürdige Verzierung sehen und dabei total vergessen, dass jeder hauptamtliche Coach in diesem Land ebenso viel zur Drogenprävention beiträgt wie jeder hauptamtliche Sozialarbeiter. Da liegt ein Wert des Sportes – das sollte grundsätzlich nicht vergessen oder übersehen werden.

Unbedingt zu erwähnen ist noch die Moderatorenleistung von Katja Stieler. Fünf Stunden lang bewies die ehemalige Bundesliga-Turnerin ihre Wettkampfhärte. Jede Änderung, jede unfreiwillige Pause, jeder Name – alles war klar und deutlich zu hören. Klasse.

ANDREAS BISKUPEK

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