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Flossenschwimmen

12.05.2011 - Pokal soll in Leipzig bleiben

Der Start mit Monoflosse sowie Schnorchel gehört nicht gerade zu den leichten Übungen im Finswimming.

Der Start mit Monoflosse sowie Schnorchel gehört nicht gerade zu den leichten Übungen im Finswimming.
(© Christian Nitsche)

Der Weltcup der Finswimmer erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Einschließlich des Finales in China gibt es in diesem Jahr acht Stationen - und zum ersten Mal erwartet Leipzig an diesem Wochenende einen Großteil der Weltelite. Angemeldet sind etwa 280 Flossenschwimmer aus 16 Nationen. Die Chinesen sind schon gestern in Leipzig gelandet - sie haben zwei Weltrekordlerinnen mitgebracht.

Seit einem Dreivierteljahr hat er seine Wettkampf-Flosse nicht übergestreift, sich auf seine Ausbildung zum Physiotherapeuten konzentriert. Doch der erste Heim-Weltcup war für Doppelweltmeister und Europameister Sven Lützkendorf Grund genug, seit Februar im Training wieder Gas zu geben. Der DHfK-Mann steht über 800 Meter vor der mit Spannung erwarteten EM-Revanche, denn der ukrainische Vize-Europameister wird »Lütze« herausfordern. Seine Klubkollegin, Doppel-Europameisterin Sandra Pilz, kann sich sogar mit einer Weltrekordlerin messen: Von diesem Kaliber haben die Chinesen gleich zwei Damen am Start: eine Sprinterin und eine Mittelstrecklerin. Org.-Chef Dirk Franke: »Die Chinesinnen sind mit einer Staffelzeit gemeldet, die schneller ist als der deutsche Rekord bei den Männern. Wir erleben also absolute Weltklasse.«

Die Kampfansage des Landestrainers Franke ist eindeutig: »Wir wollen zum ersten Mal den Mannschaftspokal gewinnen.« Zweite Plätze erreichte sein Team schon einige, nun soll der Heimvorteil genutzt werden. Der Weg zum Pokal führt über Klasse und Masse. Bei beiden kann sich der SC DHfK sehen lassen, zumal im Sprint mit der mehrfachen WM-Finalistin Tina Hirschfeldt eine erfahrene Athletin dabei ist, die ihre internationale Karriere eigentlich beendet hat. 27 Athleten schickt Franke ins 50-m-Becken der Uni-Schwimmhalle. Damit können die Gastgeber 78 von 84 Startplätzen absichern - nur in der Jugend tun sich ein paar Lücken auf. »Berlin und St. Petersburg kommen aber auch mit 18 sowie 20 Sportlern. Damit kann man alle Strecken besetzen. Sie werden uns alles abverlangen«, ist sich Dirk Franke sicher.

Insgesamt verteilen sich die knapp 300 Athleten auf 56 Vereine. »Wir hatten auf ein paar mehr Starter gehofft«, räumt Franke ein: »Aber es folgen zu viele europäische Weltcup-Stationen aufeinander.« Ungarn, Italien, Polen, Leipzig, Mallorca und Österreich sind im Frühjahr Weltcup-Gastgeber. Kaum ein Club besucht alle Stationen. Denn in die Weltcup-Gesamtwertung fließen am Jahresende nur zwei Veranstaltungen plus das Finale ein. Sven Lützkendorf hat übrigens schon zweimal den Gesamtweltcup errungen. In diesem Jahr wird dieses Ziel erschwert, da das Finale in China stattfindet. »Wer von unseren Sportlern dafür Sponsoren findet oder das Geld zusammenbekommt, kann teilnehmen«, erklärt Franke: »Aber der Verein kann den Flug nicht finanzieren.«

Preisgeld gibt es im Weltcup nicht - die »Flossis« heizen noch für Ruhm und Ehre durchs Wasser. Belohnt werden sie in Leipzig mit Sachpreisen und kleinen Pokalen: 174 Stück hat Franke gestern geholt. Auch sonst haben sich die Organisatoren viel Mühe gegeben. Die Wettkämpfe werden live im Internet übertragen, für alle Teilnehmer ist ein Mittagessen im Sportgymnasium bestellt. Zudem bietet der SC DHfK einen Shuttle-Service für die Teams, die mit dem Flieger anreisen. Das größte Lob für den Ausrichter wäre es, wenn alle zufrieden heimfahren - und Leipzig eine feste Größe im Weltcup-Kalender wird, am besten im Zwei-Jahres-Rhythmus.
Frank Schober

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