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Schwimmen

07.06.2011 - Jubel über das Belgrad-Ticket

Tobias Horn jubelt nach seinem Anschlag über 200 Meter Freistil und der Gewissheit, bei der Junioren-EM dabei zu sein.

Tobias Horn jubelt nach seinem Anschlag über 200 Meter Freistil und der Gewissheit, bei der Junioren-EM dabei zu sein.
(© Mirko Seifert)

Ebenso hart umkämpft wie die WM-Tickets nach Shanghai waren bei der Schwimm-DM in Berlin die Fahrkarten zur Junioren-EM nach Belgrad. Am letzten Tag konnte Tobias Horn (SSG Leipzig) jubeln. Über 200 m Freistil qualifizierte sich der 18-Jährige als Zweiter fürs Einzel- und Staffelrennen. Knapp am JEM-Ticket vorbei schrammte Teamkollege Philipp Sikatzki. Der zweifache Jahrgangsmeister musste zwei älteren Rückenschwimmern den Vortritt lassen und greift 2012 neu an.
Tobias Horn bewies Nervenstärke. "Bestzeit und Norm, besser geht es nicht", sagte der Sportschüler erleichtert, als er nach 1:52,37 min als Erster anschlug. Er musste das Junioren-Finale gewinnen, denn der härteste Kontrahent folgte einen Lauf später im B-Finale. Und Tobias nutzte seine letzte Chance nach sechs harten Meisterschafts-Tagen, an denen er sich auch in beide SSG-Männerstaffeln voll reinkniete und dabei Silber sowie Rang vier holte.

Es ist die zweite JEM-Teilnahme nach seinem Auftritt in Helsinki vor einem Jahr. Über 400 m Freistil wurde er ein wenig Opfer des undurchsichtigen Modus. Zwar holte er hier als A-Finalist Gold im Jahrgang. Doch im Kampf um den JEM-Start hatte er es auf der Außenbahn schwer und musste zwei Schnellere des Junioren-Laufes noch vorbeiziehen lassen. "Da ist Tobi im Finale etwas zu schnell angegangen. Aber es ist auch schwer, im A-Lauf neben dem schnellen Feld sein Tempo zu finden", sagte Trainerin Eva Herbst.

Neben dem Kraulspezialisten ragte der vielseitige Philipp Sikatzki heraus. Der Sportgymnasiast versuchte sein Glück auch in Lagen und Schmetterling. Doch über 50 und 100 m Rücken schlug in Berlin seine Stunde, holte er souverän Doppel-Gold. Über 50 m stand er mit 17 Jahren sogar erstmals neben Stefan Herbst im A-Endlauf der Männer, was ihn sichtlich mit Stolz erfüllte. In 26,66 s erfüllte er die JEM-Norm und wurde Achter der Männer. Doch der Startplatz für Belgrad ging um zwölf Hundertstel vor seiner Nase weg. Über 100 m Rücken schwamm er in 57,55 s um fünf Hundertstel an der Richtzeit vorbei. "Da fehlt es bei mir noch an den letzten zehn Metern", gab der Schützling von Oliver Trieb zu.

Im Nachwuchs gab es für die SSG sechs Gold-, drei Silber- und fünf Bronzemedaillen. Das Fehlen von Juliane Reinhold (Angina) und Serghei Golban (Schulterverletzung) konnte von den jüngeren Jahrgängen nicht kompensiert werden. Eine positive Entwicklung in Richtung 2016 und 2020 wird immer schwieriger, da die Schwimmer wegen der drastischen Mittelkürzungen seit 2009 durch Bund, Land und Stadt ab Sommer mit einem hauptamtlichen Coach weniger auskommen müssen.

Jirka Letzin, der in Berlin mit Marius Schäffner und Tommi Wolst zwei Medaillengewinner stellte, orientiert sich beruflich neu, seine Stelle wird nicht neu besetzt. Damit gibt es in Leipzig nur noch vier hauptamtliche Trainer für alle Stützpunktgruppen ab Altersklasse 11. Zum Vergleich: Bis 1990 hatte der SC DHfK 24 Schwimmtrainer. Das sagt vielleicht schon alles.
Frank Schober

Quelle: LVZ, 7.Juni 2011

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