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Rudern

17.04.2012 - Klar auf Olympia-Kurs

Florian Eidam vom SC DHfK Leipzig.

Florian Eidam vom SC DHfK Leipzig.
(© Detlev Seyb)

DHfK-Ruderin Annekatrin Thiele und Philipp Wende aus Wurzen siegen in Köln

Als Champion Marcel Hacker (1,96 m) im Vorlauf schwächelte, blieb Thron-Anwärter Philipp Wende (1,99 m) großzügig gelassen. "Ich dachte, er spielt nur und lässt mir den Vortritt", beschrieb der 26-jährige Ruder-Recke aus Wurzen die Szene beim internen Verbands-Test in Köln, der ein Untergangs-Szenario und eine Jubel-Arie folgen würden. Im Zwischenlauf auf dem Fühlinger See kam der mit einem Infekt angetretene Hacker (34) nicht über Rang vier hinaus. Der Schiffbruch könnte das Olympia-Aus für den Sydney-Dritten bedeuten. Auf einer Trainersitzung mit Chef-Coach Hartmut Buschbacher wird heute über die Personalie beraten.

In anderen Gefühlswelten schwebten dagegen Philipp Wende und Anne­katrin Thiele vom SC DHfK. Beide gewannen am Sonnabend klar das Einer-Finale. Gestern setzte Wiking-Frau Thiele noch einen drauf. Gemeinsam mit der Ranglistenzweiten Britta Oppelt (Berlin) gewann die 27-Jährige den Doppelzweier. Bereits vor zwei Wochen hatten die Leipzigerin und Oppelt zur Langstreckenregatta auf dem Elster-Saale-Kanal in Burghausen den Ton angegeben.

"Ich bin zufrieden mit meiner Leistung und befinde mich in einer guten Position, was das Olympia-Ticket betrifft", meinte Bundespolizistin Annekatrin Thiele. Der Schützling von Angelika Noack hatte am Freitag den Vorlauf gewonnen ("Der war eher zum Reinkommen in den Wettbewerb"), tags darauf den Zwischenlauf am Vormittag dominiert und zum krönenden Abschluss souverän das 2000-m-Finale für sich entschieden (7:28,80). Die Berlinerin Oppelt kam nach 7:34:75 ins Ziel. "Zwei solche Rennen fast am Stück schlauchen ganz schön. Aber Britta und ich als alte Hasen sind gut vorangekommen. Der Endlauf passte vom ersten bis zum letzten Schlag", resümierte Annekatrin Thiele, Silbermedaillengewinnerin von Peking 2008 - das sommerliche Happy End auf der Olympia-Regattastrecke in Eton Dorney rückte ein ganzes Stück näher. Als sehr positiv bezeichnete DRV-Kapitän Buschbacher das Abschneiden der sächsischen Spiele-Anwärterin und schätzte insgesamt ein "Ich denke, dass wir die hohe Leistungsstabilität, die wir von unseren Athleten gefordert haben, erreichen konnten. Das Niveau hat sich zum letzten Jahr gesteigert. Das brauchen wir, um dann auch bei Olympia die Medaillen erkämpfen zu können."

Nichts anderes im Sinn hat Philipp Wende, der auf dem Siegersteg zwar ohne Glanz und Gloria geehrt wurde, dafür von Eltern und Freundin eine herzliche Lobpreisung erfuhr. Heimtrainer Egbert Scheibe freute sich nicht minder. "Er hat uns auf den Punkt fit gemacht", dankte Philipp Wende im Namen der Dresdner Stützpunkt-Männer, die im Vorjahr knapp am Weltmeistertitel im Doppelvierer vorbeischrammten und Vize wurden. Diese Besatzung wünscht sich Wende auch zum Weltcup-Auftakt in drei Wochen in Belgrad. Doch als erfolgreicher Solist könnte er nunmehr auch im Einer angreifen. "Ich denke, dieser Schuh wäre zu groß für mich. Aber wenn es keine Alternativen gibt, stehe ich bereit."

Wer wo Platz nehmen wird, entscheidet sich in den nächsten Tagen. Einer, Doppelzweier oder Doppelvierer - "wir werden uns alles durch den Kopf gehen lassen und mit der besten Variante das Rennen bestreiten", hofft Annekatrin Thiele aufs Optimum.

Im U23-Bereich setzten Anne Dietrich aus Eilenburg (2.) und DHfK-Starter Florian Eidam (4.) mit die Akzente.

Kerstin Förster

Leipziger Volkszeitung, 16.04.2012

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