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Schwimmen

09.05.2012 - Schwimmerin Lisa Graf: "Olympia wäre das i-Tüpfelchen"

Lisa Graf (l.) beim Foto-Shooting mit ihrem Freund Tim Wallburger (Berlin) und Daniela Schreiber aus Halle.

Lisa Graf (l.) beim Foto-Shooting mit ihrem Freund Tim Wallburger (Berlin) und Daniela Schreiber aus Halle.
(© Foto: Arena)

Leipzig. Vor drei, vier Jahren gierte die gesamte Schwimmwelt nach Wunderanzügen. Leichte Athletinnen wie Olympiasiegerin Britta Steffen profitierten weniger von der zweiten Haut, weil ihnen die Natur schon eine gute Wasserlage mitgegeben hat. Deshalb machte die Berlinerin in Peking als einzige DSV-Schwimmerin den Material-Nachteil der Deutschen wett und holte Doppel-Gold. Auch Lisa Graf von der SSG Leipzig war im "Ganzkörperkondom" nicht viel schneller als im Badeanzug, wahrscheinlich kostete sie die Materialschlacht damals sogar das Ticket zur Junioren-EM. Vor zwei Monaten erfüllte sich die Schkeuditzerin einen Traum, als sie über 100 m Rücken erstmals das EM-Ticket löste. Und obwohl die Ganzkörper-Anzüge mittlerweile verboten sind, meint die Sportgymnasiastin vor den morgen beginnenden deutschen Meisterschaften: "Die Material-Diskussion geht von vorn los. Ein Anzug kostet schon wieder 400 Euro wie vor drei Jahren."

Wohl dem, der einen Ausrüstervertrag besitzt. Lisa Graf gehört zu den Glücklichen. Aufgrund ihrer Medaillen bei den deutschen Meisterschaften 2011 konnte sie sogar wählen und entschied sich für Arena - für diese Marke gibt sie im Katalog als Model eine gute Figur ab. Für die 100 m Rücken hat sie einen niegelnagelneuen Anzug im Gepäck. Am Sonntag geht es um jede Hundertstel, denn die 19-Jährige besitzt eine Olympia-Chance. Wie groß diese ist, kann Lisa Graf selbst schwer einschätzen. Für die Norm müsste sie sich um gut 1,5 Sekunden steigern - ein sicher utopisches Unterfangen. "Aber es geht ja um die Lagenstaffel. Beim DSV weiß man nie, ob eine oder zwei Rückenschwimmerinnen mitgenommen werden." Auf jeden Fall hat sie harte Konkurrenz mit der EM-Zweiten Jenny Mensing aus Wiesbaden und Freistil-Spezialistin Silke Lippok aus Pforzheim, die über den Umweg Rücken ebenfalls ihre Staffel-Chance sucht.

Lisa Graf hofft, bis Sonntag nicht alle Kräfte verpulvert zu haben. Denn dass ihre Hauptstrecke erst nach den 50 und knapp 24 Stunden nach den kräftezehrenden 200 m Rücken ausgetragen wird, schmeckt ihr nicht so ganz. Doch sie ist nicht die einzige, die mit dem Zeitplan hadert. Wer im DSV den Nachnamen Steffen und Biedermann trägt, für den wird der Ablauf durchaus maßgeschneidert.

Auf jeden Fall will sich Lisa Graf nicht verrückt machen: "Ich bin froh, dass ich die EM und in den letzten drei Wochen die schriftlichen Abitur-Prüfungen geschafft habe. Deshalb bin ich im Moment noch gar nicht so aufgeregt. Aber das kommt sicher noch. Denn Olympia wäre das i-Tüpfelchen." Sollte ihr am Sonntag das perfekte Rennen noch nicht gelingen, dann hätte der Schützling von Eva Herbst zehn Tage später bei der EM in Debrecen eine zweite Chance. "Für Deutschland international zu starten, setzt sicher zusätzliche Kräfte frei." Doch zunächst will sie das schnelle Berliner Becken nutzen.

Frank Schober

Leipziger Volkszeitung, 09.Mai 2012

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