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Leichtathletik

21.08.2013 -  Schnelle WG-Kumpel

Auf schnellen Sohlen unterwegs: Die deutschen Vizemeister Nic Ihlow (l.) und Felix ­Rüger vom LAZ.

Auf schnellen Sohlen unterwegs: Die deutschen Vizemeister Nic Ihlow (l.) und Felix ­Rüger vom LAZ.
(© Foto: Kerstin Förster)

Starke Saison der LAZ-Läufer Felix Rüger und Nic Ihlow / Am Freitag beim Tauchscher am Start

Eine WG hat vielerlei Facetten, wer den Spirit liebt, lernt fürs Leben. Eine aufgeteilte Sportler-Bleibe hält da locker Schritt, beherbergt meist dazu Mieter im Medaillenbesitz - die aufstrebenden LAZ-Lauftalente Felix Rüger (17) und Nic Ihlow (17) teilen sich Wohnung in der Kolonnadenstraße (mit Kumpel Leo Finsterbusch) und Erfolgsbilanz. Beide wurden vor wenigen Wochen deutsche Vizemeister in ihren Spezialdisziplinen. Felix Rüger holte trotz Muskelverletzung im Vorfeld die Silbermedaille über 800 m in 1:53,23, Nic Ihlow selbiges Schmuckstück im 2000-m-Hindernisrennen in 5:54,90. Das Duo steigerte sich in Rostock gleich um Sekunden.

Insgesamt waren sieben LAZ-Sportler aus der Trainingsgruppe von Matthias Kummich, Andreas Michallek und Thomas Dreißigacker im DM-Einsatz. Eine Jugend-rennt-Abteilung mit Potenzial. "Es ist doch wesentlich einfacher, im Team zu schuften, sich gegenseitig zu motivieren und voranzukommen, als Alleinunterhalter in Buxtehude zu sein", glaubt Coach Michallek an eine aufbauende Gruppendynamik. Dabei steckt der Erfolgsbursche im Detail. Fußball-Fan Felix Rüger hat das Glück, in Grimma von Hartmut Riegert beim Schul-Cross entdeckt zu werden. Der engagierte Übungsleiter vom SV Großbardau lotst den Rohdiamanten auf die Laufstrecke. Dieser absolviert seinen ersten Wettkampf in der M14 und wird über 2000 Meter sächsischer Vizemeister. Kurz darauf passiert Gleiches bei den Mitteldeutschen Meisterschaften. "Ich war selbst etwas überrascht. Aber es hat Spaß gemacht und ich bin bei den Leichtathleten geblieben", sagt Rüger, der wie sein Kumpel auf das Sportgymnasium und zum Leichtathletikzentrum wechselt. Er fasst schnell Tritt. "Felix hat in den zwei Jahren bei uns eine klare, zielgerichtete Entwicklung genommen. Er ist ein großes Talent und kann sich mit entsprechender Arbeit in der deutschen Spitze festsetzen", urteilt Coach Michallek. Die DLV-Stars waren gerade bei der WM in Moskau zu sehen. Der vierte Staffelplatz der Sprint-Männer mit LAZ-Mann Martin Keller weckt Hoffnungen, dass es auch im Laufbereich konsequent nach vorn geht. "Das war ein Riesenerfolg, auch wenn die Jungs mit Bronze geliebäugelt haben", so Michallek.

Dass Leistungssport kein Zuckerschlecken ist, merkt Nic Ihlow immer sonntags, wenn laut Trainingsplan 10 Kilometer zu absolvieren sind. Ohne Kontrolle - da hält der innere Schweinehund gern das Zepter. Die Verantwortlichen meinen, der junge Mann könne noch mehr aus seinen Möglichkeiten machen. Zurück in die Zukunft: Nach Testläufen beim Fußball, Schwimmen und Tischtennis landet Nic Ihlow in der vierten Klasse über einen Freund in der Leichtathletik-AG. Die Rennerei gefällt ihm besonders. Erste Erfolge stellen sich ein. Im optimalen DM-Silberlauf von Rostock verbessert er seine Bestzeit um 10 Sekunden. Dagegen verhaut er tags darauf die 3000 m. Dennoch: "Er hat sich vom absoluten Freizeitsportler zum Leistungsträger entwickelt, vom Nobody zum C-Kader", lautet die Meinung des Trainer-Trios.

Die Kadernorm knackt auch Felix Rüger eindrucksvoll beim Internationalen Meeting in Luxemburg. Er schafft im A-Lauf der Männer über 800 m seine Top-Zeit von 1:51,33 (gefordert 1:52,20). Kurz darauf tritt er in noch bei einem Meeting im schweizerischen Regensdorf an und läuft über 1500 m persönliche Bestzeit. Nach der ganzen Rundenhatz haben sich die LAZ-Youngster die Sommerfrische verdient. Sonne, Strand, Füße hochlegen, Fahrschule - mit lockerer Fitness bleiben sie am Ball. Im nächsten Jahr wollen sie, wenn alles weiterhin gut läuft, bei internationalen Jugend-Meisterschaften dabei sein. Doch einen Schritt vor den anderen: Zum Aufgalopp wählen Felix Rüger, Nic Ihlow und ihre LAZ-Teamkollegen Sophia Peukert und Robert Farken am Freitag den 10. Stadtlauf in Taucha über 10 Kilometer, Start ist um 19 Uhr.

Kerstin Förster

Leipziger Volkszeitung, 21.08.2013

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