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Leichtathletik

19.05.2014 -  Der einzige Wurf klappt perfekt: JWM-Norm erfüllt

Beim Einwerfen zwickte wieder die Leiste. Danach wusste Christine Winkler genau: Sie hat im Wettkampf nur einen Wurf. Auf die übrigen fünf Versuche wollte die LAZ-Speerwerferin nach Absprache mit Trainer Wolfgang Köhler lieber verzichten, um kein unnötiges Risiko einzugehen und die Saison nicht zu gefährden. Also musste ihr einziger Wurf bei den Halleschen Werfertagen sitzen. Schließlich ging es um die Norm für die U20-Weltmeisterschaften im Juli im US-amerikanischen Leichtathletik-Mekka in Eugene. Das Vorhaben klappte: Mit 53,74 Metern steigerte die 19-Jährige ihre Bestweite aus dem Vorjahr um mehr als zwei Meter, zudem übertraf sie die JWM-Norm deutlich.

"Das war eine starke Leistung", sagte Trainer Wolfgang Köhler, der seinem Schützling aufgrund der besonderen Situation mit auf den Weg gegeben hatte: "Du musst dich hundertprozentig konzentrieren." Denn im Speerwerfen kann so vieles schiefgehen. Aufgrund der Leistenprobleme bestand die Gefahr, dass Christine Winkler mit dem Stemmbein eine ungewollte Ausweichbewegung macht. Dies hätte Folgen für die Flugbahn. Vorsichtshalber warf sie nicht aus dem vollen Anlauf, damit die Geschwindigkeit und Belastung für das Stemmbein nicht zu groß werden. Aber auch die wechselnden Winde in Halle-Brandberge hätten die Jagd nach der WM-Norm gefährden können. Doch die ging gut. "Im Arm und in der Schulter hat sie den Wurf sehr gut getroffen, auch wenn das wegen des verkürzten Anlaufes noch keine 100 Prozent waren", erklärte der Coach.

Mit den knapp 54 Metern gewann Christine Winkler nicht nur in Halle die U20-Konkurrenz vor einer gebürtigen Deutschen, die in Oslo lebt und international (bislang) für Norwegen startet. Zugleich schob sich die Leipzigerin in die aktuelle Top Ten der Welt in ihrer Altersklasse. "Bei 53 Metern wollen wir aber nicht stehen bleiben. Das Kampfziel für den Sommer sind 56 Meter", so Wolfgang Köhler. Zunächst müsse aber die Verletzung komplett auskuriert werden. Um so wichtiger, dass die Norm erfüllt ist. Im Moment sei auch keine deutsche Werferin in Sicht, die Christine Winker noch übertreffen könnte.

Der ehrenamtlich tätige Trainer Köhler hat bei den Männern derzeit zwei echte Sorgenkinder: Der Olympia-Achte Tino Häber (SC DHfK) muss seinen Saisoneinstieg wegen Schulterproblemen verschieben, wird den Speer frühestens am 11. Juni beim Anhaltmeeting in Dessau in die Hand nehmen. Und der deutsche Meister mit der 4x100-Meter-Staffel Kevin Straßburger (LAZ) laboriert noch an den Folgen eines Muskelfaserrisses vor vier Wochen. 

Frank Schober

Leipziger Volkszeitung, 19.5.2014

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