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Fußball

01.07.2014 -  Kalte Dusche nach der Pause

RB Leipzig unterliegt vor 7448 Zuschauern im U17-Finale Borussia Dortmund 1:2

Von Thomas Fritz
Leipzig. Den ersten Titel der Vereinsgeschichte knapp verpasst: Unter den Augen der Leipziger Zweitliga-Profis, von Cheftrainer Alexander Zorniger sowie des Dortmunder Führungstrios Hans-Joachim Watzke, Reinhard Rauball und Michael Zorc haben die B-Junioren von RB Leipzig gestern Abend das Finale um die deutsche Meisterschaft gegen die BVB-Bubis mit 1:2 (0:1) verloren.

7448 Zuschauer in der Red-Bull-Arena feierten ihre Mannschaft trotzdem für einen großen Kampf. "Schade, vielleicht war der Respekt doch zu groß", sagte Trainer Frank Leicht. Seine Spieler ließen den Tränen freien Lauf. Auch Torjäger Joshua Endres war untröstlich: "Keine Ahnung, woran es gelegen hat."
Sportdirektor Ralf Rangnick war dennoch voll des Lobes: "Wichtiger ist doch die Entwicklung der Mannschaft, vor anderthalb Jahren wäre sie fast abgestiegen, nun stand sie im Endspiel." Auch Nachwuchs-Chef Frieder Schrof ließ nichts auf seine Jungs kommen. "Phänomenal, was sie in dieser Saison geleistet haben."

Das erste Ausrufzeichen setzten die Dortmunder schon vor dem Anpfiff - ein akustisches. Die rund 200 Gästefans skandierten lautstark: "Hier regiert der BVB!". Die Leipziger Anhänger antworteten prompt. Und sie ließen sich während des Spiels - durchaus bundesligareif - kaum übertönen.

Frank Leicht hatte mit einer schweren Aufgabe gegen den "taktisch auf einem Top-Niveau" spielenden nun fünffachen B-Juniorentitelträger gerechnet. Und seine Mannschaft kam gegen die spielerischen überlegenen Dortmunder auch nur schwer in die Partie. Der ohne den rotgesperrten Goalgetter Patrik Dzalto angetretene RB-Nachwuchs wirkte einen Tick zu langsam, die Pässe kamen etwas zu ungenau, es fehlte Durchsetzungsvermögen.

Ganz anders zunächst der BVB. Vor allem Hayrullah Alici, Deutsch-Türke aus Remscheid, brachte die RB-Abwehr immer wieder in Verlegenheit. Auch in der 24. Minute, als er mit einem harten Schuss aus 14 Metern knapp den Kasten verfehlte. Die BVB-Fans, von denen einige aus Grimma und Delitzsch kamen und sichtbar Flagge zeigten, hatten bereits den Torschrei auf den Lippen. So wie das Heimpublikum in der 36. Minute, als RB-Kapitän Maximilian Schnabel einen Schuss aus halbrechter Position ans Außennetz setzte.

Besser machte es David Sauerland auf der Gegenseite: Nach schöner Vorarbeit von Alici ließ er Keeper Florian Sowade per Flachschuss aus sechs Metern keine Chance (39.). Im Gegenzug vergab Marcel Becher mit dem Halbzeitpfiff die Chance zum Ausgleich. Nach der Pause gleich die kalte Dusche für RB: Erneut Sauerland traf per Heber von der Strafraumgrenze (43.) zum 0:2.

Als alles auf einen BVB-Triumph hindeutete, kam durch einen Patzer von Schlussmann Jan-Pascal Reckert nur vier Minuten später doch noch einmal Fahrt in die nun rassige Partie. Marcel Becher schnappte sich einen verunglückten Abschlag des Keepers und schoss aus 25 Metern ins leere Tor.
Danach rannte RB leidenschaftlich an. "Es war großartig, wie wir zurückgekommen sind", sagte Frank Leicht. Doch es reichte nicht mehr. In der fünfminütigen Nachspielzeit hatte der eingewechselte John Winkler die letzte klare Chance - sein Fünf-Meter-Schuss wurde von der BVB-Abwehr abgeblockt.

RB: Sowade - Börner, Vogel, Reichel, Franke - Wagner, Schnabel, Beiersdorf (75. Heider), Geister (65. Winkler) - Endres, Becher (78. Barylla). 

Leipziger Volkszeitung, 28.6.2014

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