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Rudern

02.09.2014 -  Nach dem Lorbeer ins Job-Leben

Riesiger Bahnhof für Ruder-Weltmeisterin Annekatrin Thiele gestern Nachmittag auf dem Flughafen in Schkeuditz.

Riesiger Bahnhof für Ruder-Weltmeisterin Annekatrin Thiele gestern Nachmittag auf dem Flughafen in Schkeuditz.
(© Foto: Christian Modla )

Ruder-Weltmeisterin Annekatrin Thiele in Leipzig empfangen / Praktikum steht an

Von Kerstin Förster
Amsterdam/Leipzig. Celebrate Rowing, feiert Rudern, so lautete das wasserdichte Motto der WM in Amsterdam. Für die einen war es ein gewinnbringender Slogan, für andere eher zum Heulen. Beides trifft auf die freundlichen Gastgeber zu. Holland haute rein. Die acht WM-Tage auf und an der Regattastrecke Bosbaan gipfelten in einem grandiosen Finalwochenende vor begeistertem Publikum inklusive seiner Hoheit König Willem Alexander. Die lokalen Trümpfe stachen indes nicht. Einmal Gold (in einer nicht-olympischen Bootsklasse) war ein magerer Fang. Da muss Oranje bis zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio kräftig zulegen.

Mit einem kompletten Medaillensatz beendete die deutsche Flotte das Wasserspektakel. Bedeutete Platz vier in der Nationenwertung, angeführt von den Neuseeländern. Der Frauen-Doppelvierer sorgte wie im Vorjahr für den einzigen Titel. Entsprechend ausgelassen fiel Celebrate Rowing für die Golden Girls um Annekatrin Thiele vom SC DHfK aus. Gestern gab es für die Weltmeisterin auf dem Leipziger Flughafen einen großen Bahnhof. Mit dem Edelmetall hat sie sich das schönste Geschenk zum bevorstehenden 30. Geburtstag gemacht.

Nach dem Lorbeer ist vor dem Job-Leben. Polizeiobermeisterin Thiele, die noch zwei Verwöhntage bei den Eltern dranhängt, beginnt am 8. September ein Praktikum beim Ermittlungsdienst. "Erst im Oktober geht es in den Urlaub, danach beginnt die Saisonvorbereitung. Routine ist fehl am Platz. Man muss sich neue Ziele setzen", sagte sie. Die WM 2015 ist kursbestimmend für Rio: In Mailand werden die Olympia-Quotenplätze vergeben.

Was der DHfK-Athletin in ihrer Medaillensammlung noch fehlt, hat sich Philipp Wende (29) von der Wurzener RG bereits in London gesichert: Olympia-Gold. Aktuell fuhr der Doppelvierer mit einer kompletten Sachsen-Besatzung zu Bronze. Gemessen am Saisonverlauf mehr als zufriedenstellend. "Aber unser Anspruch liegt höher", bekannte Wende, der kommende Woche zum dreiwöchigen Bundeswehr-Lehrgang einrückt.

Celebrate Rowing - die Höchststrafe im Moment der Niederlage. Die Hymne erklang nicht für das DRV-Paradeboot, sondern für den britischen Achter. Revanche missglückt und die Motzerei über die falsche Bahn begann. Zwar ruderten die härtesten Konkurrenten nebeneinander, aber die 2014 noch ungeschlagenen Deutschen sahen sich auf der windanfälligen Strecke benachteiligt. Doch die Fairnesskommission sah keinen Grund zum Handeln. "Das muss erst mal sacken", meinte Maximilian Planer vom Bernburger RC, der seine erste WM-Medaille erkämpfte. Anfang Oktober treffen sich die Achter-Recken wieder im Leistungszentrum Dortmund, bereits am kommenden Sonntag sind einige der Auswahl-Athleten für den guten Zweck bei "Rudern gegen den Krebs" im Einsatz. Celebrate Life. 

Leipziger Volkszeitung, 2.9.2014

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