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Leichtathletik

29.06.2015 -  Traumhafter letzter Wurf

DHfK-Speerwerfer Roman Klem springt auf den EM-Zug auf / Starker Siebenkampf von Cindy Roleder

Ratingen/Mannheim. Großes Wochenende für die Leipziger Leichtathleten: Nach den insgesamt drei Tickets für die U23-EM und U18-WM ist der SC DHfK dank Roman Klem auch bei der U20-EM in Schweden vertreten. Die über 100 m Hürden bereits für die WM qualifizierte Cindy Roleder knackte in Ratingen im Siebenkampf erstmals die 6000-Punkte-Marke, belegte Rang fünf und war glücklich: "Es hat riesigen Spaß gemacht, ich habe in fünf Disziplinen Siebenkampf-Bestleistungen aufgestellt." Auch in ihren Schokoladen-Wettbewerben 100 m Hürden und 200 m glänzte die EM-Dritte von Zürich - diese Zeiten kamen bei extremem Gegenwind zustande. Cindy Roleder freute sich besonders über das tolle Comeback von Jennifer Oeser, die im ersten Siebenkampf nach ihrer Babypause das WM-Ticket für Peking löste. Beide sind Trainingskolleginnen am Stützpunkt in Halle, verbringen oft den halben Tag zusammen und unterstützten sich auch in Ratingen. Die Leverkusenerin wohnt seit einem knappen Jahr ebenfalls in Leipzig.

Unfreiwillig spannend machte es Roman Klem. Nicht nur im letzten Versuch der Junioren-Gala, sondern im allerletzten Wurf des Nominierungszeitraumes schaffte der gebürtige Altenburger die Speerwurf-Norm für die U20-EM. Mit 70,38 m warf er das erste Mal offiziell über 70 m und gewann die Juniorengala. Zwischen Landung des Speeres und Vermessung musste er noch etwas zittern. "Es gab nur eine 50-Meter-Linie, dadurch konnte ich die Weite nicht einschätzen. Als die 70 dann aufleuchtete, bin ich vor Glück in der Gegend herumgesprungen", sagte der Sportgymnasiast, der zuvor zwei Mal im Training 70 m geschafft hatte.

Sein Glück im letzten Versuch herauszufordern, sei natürlich keine Absicht gewesen. Gern hätte er die Nerven von Trainer Wolfgang Köhler geschont. Doch im dritten Durchgang fehlten zwölf Zentimeter zur Norm, obwohl Klem seine Bestweite bereits um zwei Meter auf 68.38 m steigerte. Im vierten warf er richtig weit, konnte den Wurf aber nicht halten, stützte sich mit der Hand jenseits der Markierung ab. Letztlich musste die Devise im sechsten Durchgang alles oder nichts lauten. Köhler schickte seinen Schützling beim Anlauf noch einen Tick zurück: "Er sollte noch etwas mehr Gas geben und richtig dranhauen. Ich war mir sicher, dass er die Geschwindigkeit heute halten kann." Auch die Nerven hatte der Ex- Hochspringer beim wichtigsten Wurf seiner bisherigen Karriere im Griff. Da der Wettkampf live im Internet zu sehen war, erntete Klem sofort viele anerkennende Nachrichten auf seinem Handy. "Ich bin jetzt happy und kann entspannt heimfahren."

So entspannt war er zwei Stunden zuvor bei der Speer-Kontrolle nicht, denn die Kampfrichter ließen seine beiden schon etwas abgenutzten Lieblingsgeräte nicht zu - einen der Speere hatte Tino Häber vor drei Jahren bei seinem achten Olympia-Rang in London geworfen. Doch zum Glück war das gleiche Fabrikat im Wettkampf vertreten.

Glücklich war auch Emma Stähr. Nach zwei Jahren unterbot die 800-m-Läuferin der SG MoGoNo ihre Bestzeit um zwei Zehntel und lief 2:07,75 min. Dass zum EM-Ticket rund 1,8 Sekunden fehlten, empfand der Schützling von Tasso Hanke nicht als tragisch. "Wichtig ist, dass es wieder aufwärts geht." 700 Meter war sie voll konkurrenzfähig, an den letzten 100 werde bis zur Jugend-DM im Trainingslager auf dem Rabenberg gearbeitet. 

Frank Schober

Leipziger Volkszeitung, 29.6.2015

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