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Flossenschwimmen

13.06.2012 - Finswimming-DM: Leipziger holen alle Einzeltitel

So richtig wusste Sven Lützkendorf nicht, was er acht Wochen nach seinem doppelten Bänderriss im Fußgelenk drauf haben würde. Am Tag vor den deutschen Meisterschaften in Riesa befand sich der angehende Physiotherapeut zudem im Prüfungsstress. Und letztlich schwamm der erfolgreichste DHfK-Flossenschwimmer allein gegen die Uhr, weil sein im Training mehr als ebenbürtiger Kumpel Christian Höra (Neptun Plauen) kurz vor dem Start einen Riss in seiner Flosse registrierte. Umso erleichterter war Welt- und Europameister Sven Lützkendorf, dass ihm die viertbeste 1500-m-Leistung seiner Karriere gelang - und acht Wochen vor der EM eine europäische Spitzenzeit. Zwar verfehlte "Lütze" seinen Weltrekord um 23 Sekunden. "Aber Rhythmus, Abdruck und Gefühl haben mal wieder gestimmt. Und ich bin alle 100-Meter-Abschnitte konstant geschwommen. Das war eine echte Punktlandung, man hätte die Atomuhr danach stellen können", war der Schützling von Dirk Franke über sich selbst begeistert.

Dass der mehrfache Welt- und Europameister über 400 und 800 Meter weit unter seinen Möglichkeiten blieb, stellte er selbstkritisch fest: "Vielleicht liegt es am Alter, vielleicht macht sich das geringere spezifische Training nach der Verletzung auch bemerkbar." Auf jeden Fall ist er wie viele andere Messestädter für die EM in Italien optimistisch. In Riesa sowie bei den Weltcups im Vorfeld boten sich drei Frauen und acht Männer für die deutsche Auswahl an. Zehn dieser elf Athleten trainieren in der Mainzer Straße am Bundesstützpunkt, der erstmals alle 20 Einzelmeister stellte.

Bundestrainer Lutz Riemann war mit vielen Siegleistungen zufrieden, seine eigene Trainingsgruppe heimste 17 Titel ein. Patricia Vogel hatte nun ihre Nerven im Griff und knüpfte nahtlos an ihre Weltcup-Leistungen an. Auch 800-m-Siegerin Christin Saupe - sie steigerte sich um 18 Sekunden und gehört am Wochenende im Freiwasser erneut zu den Favoriten - sowie der diesmal nicht ganz so starke Florian Kritzler (alle SC DHfK) stehen kurz vor der EM-Nominierung.

Der in Leipzig trainierende Berliner Jan Malkowsky unterbot im 50 m Tauchen in 15,35 s seinen deutschen Rekord - diesen hatte er DHfK-Mann Michael Beer im Frühjahr entrissen. Mit 1,97 m gibt der dunkelhäutige Sprinter eine imponierende Figur ab. Wenn er mit Kopfhörern zum Start tänzelt, geht er fast als Usain Bolt des Flossenschwimmens durch. Riemann: "Jan wirkt total cool, aber das täuscht. In Wirklichkeit war er total aufgeregt." Das Adrenalin setzte er in eine Klasse-Zeit um, auch wenn zum Weltrekord noch eine Sekunde fehlte. fs

Leipziger Volkszeitung, 13.06.2012

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