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Wasserspringen

08.03.2013 -  Kampf um Anerkennung Heute beginnt die deutsche Meisterschaft der C-Jugend-Wasserspringer

Rebecca Curti vom SC DHfK Leipzig versucht, vor den Augen der Konkurrentinnen mit einem Salto die Jury beim Athletik-Test zu überzeugen.

Rebecca Curti vom SC DHfK Leipzig versucht, vor den Augen der Konkurrentinnen mit einem Salto die Jury beim Athletik-Test zu überzeugen.
(© Foto: Christian Nitsche)

SC DHfK mit elf Sportlern dabei

Annika Kapust vom SC DHfK Leipzig fliegt durch die Luft und macht einen Salto. Dann landet sie auf dem Netz des Trampolins und wird erneut Richtung Hallendecke geschleudert, wendet sich zu einer Schraube und beendet ihre Übung. Die 12-Jährige ist eine Medaillenkandidatin für die deutschen Meisterschaften der Kunst- und Turmspringer der C-Jugend. Sie beginnen heute und enden Sonntag. Gestern erfolgte zum Auftakt die Prüfung der Leistungsvoraussetzungen.

Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Dehnfähigkeit sind die Grundlagen für den Erfolg. Sie wurden unter anderem in Sprungreihen, Anläufen, Turnübungen oder auf dem Trampolin nachgewiesen. "Die Vielfalt macht die Schönheit und zugleich die Schwierigkeit unserer Sportart aus" , erklärt der Bundestrainer der A- und B-Jugendlichen, Frank Taubert. Er prüft während der Wettkampftage das Nachwuchs-Potenzial, sucht nach Talenten. "Einige Perlen habe ich schon entdeckt", lächelt er und meint damit auch Annika Kapust.

Das Leipziger Trainer-Duo, Jana Wilke und Andreas Becker, schickt insgesamt elf Sportgymnasiasten des SC DHfK auf Brett und Turm. Abteilungsleiter Manfred Große erkennt darin eine positive Entwicklung, die Überwindung einer Durststrecke, insbesondere in der Anzahl der Athleten. In diesem Jahr kommen sieben Wasserspringer auf das Sportgymnasium, im letzten waren es acht. "Wir haben einen guten Ruf und eine gesellschaftliche Akzeptanz", so Große. Beides möchte er verteidigen, vor allem mit guten Ergebnissen und dem Erhalt des Förderstatus als A-Sportart.

Die "gesellschaftliche Akzeptanz" ist die eine, die tatsächliche Entscheidung für das Wasserspringen eine andere Sache. Eine Abkehr junger Athleten von dieser Sportart könnte finanziell begründet sein, mit dem hohen Trainingsaufwand oder mit dem enormen Anspruch an die Aktiven. Wasserspringer trainieren ausschließlich auf leistungssportlicher Ebene.

Bei den Nachwuchsmeisterschaften der C-Jugend (Jahrgänge 2000/2001) beobachten die Verantwortlichen die Talente gründlich. Der Entwicklungsstand im jungen Alter, gerade beim Wasserspringen, ist aussagekräftig für zukünftige Leistungssprünge. Die Bundestrainerin dieser Altersklasse, Anne-Kathrin Hoffmann, weiß, dass ein früher Einstieg ins Wasserspringen unbedingt notwendig ist. "Mit fünf Jahren müssen die Kinder anfangen", intensiv und vielseitig trainieren. Wer zu spät kommt, ist chancenlos. Allein Turner wären für einen Quereinstieg prädestiniert, fügt Hoffmann an.

Annika Kapust trainiert acht Mal pro Woche - mit zwölf Jahren. Ihre Mannschaftskollegen ähnlich oft. In diesem dreitägigen Wettkampf will sie sich belohnen - möglichst mit einer Medaille. Auf dem Ein-, Drei- oder Fünf-Meter-Brett, vielleicht auch im Synchronspringen. "Das wäre toll", erklärt Kapust zurückhaltend. Im letzten Jahr klappte es bereits mehrfach. Es wäre nicht nur ein Erfolg für sie, sondern auch ein leiser Ruf nach Anerkennung der Wasserspringer dieser Region.

Konstantin Schönfelder

Leipziger Volkszeitung, 08.03.2013

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