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12.03.2015 -  Sportinternat Kolonnadenstraße vor Rettung

Vier Stadtratsfraktionen stellen Antrag zur Einstellung der Betreuungsfinanzierung

Leipzig. Bis zuletzt stand das Sportlerwohnheim in der Kolonnadenstraße 24 bis 28 vor einer ungewissen Zukunft. Die Stadt Leipzig und der Freistaat Sachsen waren uneins darüber, wer künftig die Finanzierung des Betreuungspersonals vor Ort übernimmt. In einer Art Übergangslösung teilten sich bisher beide Seiten die Personalkosten, wobei eine der 5,95 Planstellen aus der Stadtkasse gezahlt wurde. Die verbleibenden Stellen finanzierte das sächsische Kultusministerium. Dieses kündigte jedoch im vergangenen Sommer an, seine Zahlungen mit dem Ende des laufenden Schuljahres einzustellen.

Bisher sah sich aber die Stadtverwaltung weder in der Pflicht, noch in der Lage, die zusätzlichen Unterbringungskosten in Höhe von 363000 Euro zu übernehmen. Schließlich sei die Einrichtung eine Außenstelle des landesgetragenen Sportgymnasiums und falle somit in die Zuständigkeit des Freistaats. Im Gegenzug verwies das Kultusministerium darauf, dass der Großteil der Internatsschüler die kommunale Sportoberschule besucht.

Neben den 60 Wohnheimplätzen aus der Kolonnadenstraße schien im Zuge des Konflikts der gesamte Leistungssportbereich Leipzigs in Gefahr. Denn für den Fall, dass die Stadt die Kosten nicht übernehmen werde, drohte der Freistaat mit einem Aufnahmestopp für auswärtige Schüler sowohl am Sportgymnasium als auch an der Sportoberschule. Bis zum Freitag gilt es einen Kompromiss zu finden, da an diesem Tag die Aufnahmekommission für das kommende Schuljahr tagt. Jetzt scheint laut Stadtrat Jens Lehmann (47/CDU) eine Lösung in greifbarer Nähe: "Inzwischen haben neben der CDU auch die Stadtratsfraktionen der Linken, der Grünen und der SPD einen Antrag zur Einstellung der Betreuungsfinanzierung in den Stadthaushalt gestellt. Damit spricht sich die Mehrheit des Stadtrats für den Erhalt des Sportstandorts Leipzig aus."

Auch wenn der Beschluss erst auf der Ratssitzung am 18. März gefasst werden kann, ist für Lehmann der Fortbestand der Einrichtung praktisch gesichert. "Ich bin sehr froh, dass dieser Schwebezustand endlich vorüber ist. Allen Parteien ist mittlerweile bewusst geworden, welche weitreichenden Folgen ein Aus der Sportinternate mit sich gebracht hätte", sagte der zweifache Bahnrad-Olympiasieger.

Auf die drohenden Konsequenzen wiesen zu Jahresbeginn Lokalpolitiker sowie Winfried Nowack, Leiter des Olympiastützpunktes Leipzig, hin. Der 60-jährige OSP-Chef schrieb einen offenen Brief an Oberbürgermeister Burkhard Jung (57/SPD). Darin warnte der Ex-Ringer, dass die Sportoberschule ohne Internat ihren Titel "Eliteschule des Sports" verlieren würde. Auch das Sportgymnasium würde ohne Unterbringungsmöglichkeit für auswärtige Schüler vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) abgewertet werden. Außerdem befürchtet Nowack, dass zahlreiche Spitzensportler in diesem Fall der Stadt den Rücken kehren könnten. 

Filip Lachmann

Leipziger Volkszeitung, 12.3.2015

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