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Judo

07.09.2015 -  Eine Fackel zum Abschied

Erster Bundesliga-Erfolg für Florian Pachel (blauer Anzug) gegen Babak Banaiy - und die begeisterten Fans sind hautnah dran am Geschehen.

Erster Bundesliga-Erfolg für Florian Pachel (blauer Anzug) gegen Babak Banaiy - und die begeisterten Fans sind hautnah dran am Geschehen.
(© Foto: Christian Modla)

5:9 - Judoka halten Niederlage gegen Hamburg in Grenzen

Leipzig. Im letzten Heimkampf seiner Judo-Karriere war Norbert Fleischer noch einmal in seinem Element. Als der Kapitän des JCL-Bundesligateams bei der Erwärmung das Funkeln in den Augen seiner Kollegen vermisste, machte der 28-Jährige eine Ansage: "Wir sind heute zwar nur elf Mann und klarer Außenseiter, aber wir werden uns den Arsch aufreißen." Tatsächlich sprang in der bis auf den letzten Platz gefüllten Leplayhalle der Funke von der Matte schnell auf die Tribüne über, zumal René Kirsten das Viertelfinal-Duell gegen Hamburg mit einem wunderschönen Innenschenkelwurf eröffnete. Zur Sensation reichte es nicht, aber das 5:9 sei "ein achtbares Ergebnis für unsere Rumpftruppe", wie es Danny Wallich formulierte. Laszlo Szoke punktete doppelt, neben Fleischer und Kirsten glänzte der 17-jährige Florian Pachel mit seinem ersten Bundesliga-Erfolg.

Wallich griff nach dem Kampf zum Mikro und sorgte mit seiner emotionalen Laudatio auf Norbert Fleischer dafür, dass nicht alle Augen trocken blieben. Der Kapitän erhielt das einst für Henry Hubert entworfene Logo "Weil man Legenden nicht kaufen kann" mit seinem Konterfei überreicht. Als ihm im letzten Duell gegen seinen jahrelangen Angstgegner Max Münsterberg per Fußtechnik eine echte Fackel und ein lupenreiner Ippon gelang, "ist mir ein großer Stein vom Herzen gefallen". Bei seiner Niederlage zuvor in der höheren Gewichtsklasse war eine Minute lang unklar, wem der halbe Punkt gutgeschrieben wird. Die Kampfrichter waren sich uneins und warteten auf den Videobeweis. Doch die Szene am rechten Mattenrand hatte der vierte Unparteiische gar nicht im Bild festgehalten. "Das hätte eindeutig Norberts Wertung sein müssen, der die Aktion des Gegners übernommen hat", sagte Trainer Olaf Schmidt.

Das 5:9 ist zwar keine gute Aus­gangsposition. Im Rückkampf in 14 Tagen reist der JCL aber bis auf Junioren-EM-Starter Daniel Herbst mit voller Kapelle nach Hamburg. "Wir geben das Ding noch nicht verloren, vielleicht gelingt uns ja die große Aufholjagd", sagte Fleischer, der dann zum letzten Mal auf der Tatami stehen wird. Sollte die Sen­sation gelingen, hätte er im Halbfinale noch eine unerwartete Zugabe. Ebenfalls am 19. September können die JCL-­Frauen daheim gegen Großhadern in die Finalrunde einziehen. Trotz ihrer erwarteten 3:9-Niederlage in Backnang verteidigten sie Rang drei der Süd-Staffel.

Frank Schober

 

Leipziger Volkszeitung, 7.9.2015

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