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Fußball

08.02.2016 - Nachwuchsbullen verlieren nach 1:2 gegen Wolfsburg den Anschluss

Packende Zweikämpfe bestimmen das Spiel am Sonnabend am Cottaweg. Fridolin Wagner (r.) versucht den Wolfsburger Amara Conde zu stören.

Packende Zweikämpfe bestimmen das Spiel am Sonnabend am Cottaweg. Fridolin Wagner (r.) versucht den Wolfsburger Amara Conde zu stören.
(© Foto: Christian Modla)


Spitzenspiel der U19-Bundesliga bleibt unter den Erwartungen

Leipzig. Es kam, wie es so oft im Fußball kommt, wenn ein Spiel vorab den Stempel „Spitzenspiel“ aufgedrückt bekommt. 255 Zuschauer am Cottaweg waren mehrheitlich enttäuscht. Am Ende siegte der Gast aus Wolfsburg in der U19-Bundesliga nicht unverdient bei den Rasenballern mit 2:1 (1:0). Damit kommt es in der Staffel Nord/Nordost vorerst zu einem Zweikampf zwischen Werder Bremen und dem VfL Wolfsburg. Der Tabellendritte RB hat den Anschluss erst einmal verloren, die Chancen auf den erneuten DM-Halbfinaleinzug sind gesunken.

Die Nervosität war beiden Teams von Anfang an anzumerken. Besonders im RB Spiel passierten wie schon im Rückrundenauftakt gegen Cottbus einige leichte technische Fehler, die das Aufbauspiel nachhaltig erschwerten. Die Platzverhältnisse taten ihr Übriges dazu. Zu keinem Zeitpunkt konnten die Nachwuchsbullen im ersten Abschnitt ihr typisches Spiel geprägt durch hohes Pressing und aggressives Anlaufen in der gegnerischen Hälfte umsetzen. Die Wolfsburger standen gut gestaffelt. RB versuchte es somit nur mit langen Bällen, die zu keinen Chancen führten.

Eine Unstimmigkeit im eigenen Strafraum in der 23. Minute führte zu einem berechtigten Foulelfmeter. Dieser wurde souverän verwandelt. Mit 0:1 ging es zum Pausentee. Es folgte die beste Zeit der Bullen. In der 56. Minute traf Vitaly Janelt nach einem Freistoß im Nachsetzen zum zu diesem Zeitpunkt verdienten Ausgleich. Wolfsburg zitterte im Anschluss und RB kam immer besser ins Spiel. In der 73. Minute dann aber der Siegtreffer der Wolfsburger. Nach einer Ecke konnte der Ball trotz mehrfacher Möglichkeit dazu nicht entscheidend geklärt werden. Sowade im Tor der Bullen war chancenlos gegen den Schuss aus kürzester Distanz. Nach dem erneuten Rückstand wieder das Bild der ersten Halbzeit.

„Leider konnten wir nur phasenweise unser Spiel durchbringen und haben uns offensiv schwergetan, auch wenn wir nach dem Ausgleich dran waren. Auf diesen Niveau entscheiden Kleinigkeiten und diese hatte Wolfsburg mehr auf seiner Seite“, analysierte Trainer Frank Leicht. Beide Teams traten zum Spitzenspiel nahezu in Bestbesetzung auf. RB verzichtete lediglich auf Timo Mauer, der in der U23 in der Regionalliga zum Einsatz kam (1:1 in Rathenow). Die Wölfe aus Niedersachsen verzichteten auf Leandro Putaro. Dieser gab beim 0:3 auf Schalke in der 81. Minute sein Bundesliga-Debüt als er für Niklas Bendtner eingewechselt wurde. Bjarne Johansen-Schmidt

Leipziger Volkszeitung, 8.2.2016

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